Understanding Written Artefacts
Schriftartefakte verstehen: Material, Interaktion und Transmission
Der Exzellenzcluster Understanding Written Artefacts (UWA) an der Universität Hamburg widmet sich der Erforschung der Geschichte des Schreibens jenseits disziplinärer, sprachlicher und epochaler Grenzen. Unser zeitlicher Horizont reicht von der Antike bis in die digitale Gegenwart. Der Ansatz ist global: Wir untersuchen Schriftartefakte aus allen Kulturen, die solche hervorgebracht haben, und richten den Fokus besonders auf bislang wenig erforschte Manuskriptkulturen Afrikas und Asiens.
Dieser umfassende und ganzheitliche Forschungsansatz erfordert die Zusammenarbeit zahlreicher Disziplinen: Neben einer Vielzahl von „Kleinen Fächern“ aus den Geisteswissenschaften spielen die Natur- und Computerwissenschaften eine zentrale Rolle. Da viele Schriftartefakte zum Kulturerbe zählen und oftmals nicht transportiert werden dürfen, entwickeln wir innovative, zerstörungsfreie und mobile Methoden, um sensible Objekte weltweit direkt vor Ort in Museen, Bibliotheken und Archiven untersuchen zu können. Das hierbei gewonnene Wissen trägt langfristig zum Erhalt unwiederbringlicher Kulturgüter bei.
Unser Ziel ist die Entwicklung eines globalen analytischen Rahmens, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vielfältigen Manuskriptkulturen sichtbar macht. Ein vertieftes Verständnis historischer Entwicklungen, Verbindungen und wechselseitiger Einflüsse zwischen diesen Kulturen beleuchtet nicht zuletzt auch die Schrift und ihre Bedeutung in unserer Gegenwart.
Beteiligte Institutionen:
- Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
- Technische Universität Hamburg