ROOTS
Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten
Aufbauend auf den Ergebnissen von ROOTS 1 (2019-2025) verfolgt ROOTS 2 einen Forschungsansatz, der vor allem die Vielfalt sozioökologischer Verflechtungen in den Vordergrund rückt sowie Muster und Regelmäßigkeiten in der (Ur-)Geschichte identifiziert. Dafür kombiniert ROOTS Fachwissen aus zahlreichen Disziplinen, den Archäologien und anderen Natur-, Geistes- und Lebenswissenschaften. Diese einzigartige Brücke verschiedener Wissenschaftskulturen ist wegweisend. In sechs thematisch definierten Subclustern untersuchen die Forschenden besonders relevante Einflüsse auf menschliche Gesellschaften:
- Klima- und Umweltgefahren
- Ernährung und Krankheiten
- Siedlungssysteme und Urbanität
- Wissenstransfer und Innovation
- Ungleichheit an Wohlstand und Macht
- Gewalt- und Konfliktbewältigung
Ein Synthese-Kern (Core of Synthesis) befasst sich – alle Themenschwerpunkte zusammenführend – systematisch mit den Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen Schlüsselparametern, wie: Subsistenz und Biodiversität; Ungleichheit und Konflikt; Technologie und der menschliche ökologische Fußabdruck; Grenzen und Wohlbefinden. Diese Untersuchungen tragen zu einem besseren Verständnis der Wurzeln aktueller globaler Herausforderungen bei, wie zum Beispiel: Vulnerabilität, Polarisierung, Ausbeutung und Separation.
Acht Professuren etablieren neue integrative und innovative Forschungsfelder, unter anderem Archäologische Methodik und Theorie, Globale Historische Archäologie oder Umweltsystemmodellierung. Sie ergänzen die ohnehin breite interdisziplinäre Expertise der Forschenden. Die ROOTS Akademie bietet Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen eine attraktive Austauschplattform, in der eigenständige und innovative Forschungsprofile über disziplinäre Barrieren hinweg entwickelbar sind. Außerdem, intensiviert sie die Forschungsaktivitäten, die Kommunikation im Exzellenzcluster und die Kooperation mit internationalen Partner*innen weiter.
Auf der Grundlage neuer Hochleistungslabore, Datenmanagement- und Datenwissenschaftsplattformen sowie archäologischer und paläoökologischer Forschungseinrichtungen entwickelt ROOTS eine Infrastruktur, die Kiels Position als ein führender Standort der Gesellschafts-Umwelt-Forschung vergangener Gesellschaften weiter festigt. Das bereits geplante Forschungsgebäude ARCWorlds (Archaeological Research Centre of Past Lived Worlds) wird diese Infrastrukturen an der Universität Kiel ab 2030 zusammenführen.
Beteiligte Institutionen:
- IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
- Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
- Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie
- Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Podcast zum Exzellenzcluster
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