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iFIT

Eine Collage aus einer Person im weißen Kittel, einer Zelle im Mittelpunkt und Zahlen und Graphen
(© iFit)
Kegel
Exzellenzcluster

Individualisierung von Tumortherapien durch molekulare Bildgebung und funktionelle Identifizierung therapeutischer Zielstrukturen

Trotz intensiver Forschung steigt die Zahl an Krebserkrankungen und -todesfällen deutlich. Durch Krebsfrüherkennung können einige Tumore früher erkannt und kurativ behandelt werden, aber insgesamt werden immer noch 25-50% aller soliden Tumore in einem fortgeschrittenen, oft metastasierten Stadium diagnostiziert. Diese sind trotz einer wachsenden Zahl neuer Therapeutika meist unheilbar. Solche Tumorerkrankungen stehen im Mittelpunkt des iFIT-Exzellenzclusters.

iFIT steht für einen vernetzten Krebsforschungs- und Therapieentwicklungsansatz, der die drei Bereiche A) Funktionelle Identifizierung therapeutischer Zielstrukturen, akademische Wirkstoffentwicklung und molekulare Tumortherapien, B) Immunologie und Immuntherapien und C) Molekulare und funktionelle multiparametrische Bildgebung vereint.

Bereits in der ersten Förderperiode wurde iFIT zu einem Leuchtturm in der akademischen Krebsforschung, Therapie- und Diagnostikaentwicklung. Ein PET-Tracer, zwei akademisch entwickelte niedermolekulare Inhibitoren, drei Antikörper und sechs Peptidimpfstoff-Therapeutika konnten bereits „first-in-human“ gebracht werden. Des Weiteren stellen vier Ausgründungen und 50 Patente von iFIT-Forschenden eine exzellente Basis für die nächste Förderperiode dar, welche die folgenden ambitionierten Forschungsziele umfasst: i) tumorbiologische Prozesse funktionell zu charakterisieren und Vulnerabilitäten genetisch und chemisch-biologisch zu validieren; ii) niedermolekulare pharmakologische Inhibitoren gegen neue therapeutische Zielstrukturen in Tumorzellen, Immunzellen und Zellen des Tumormikromilieus zu entwickeln; iii) Überwindung von Immuntherapieresistenzmechanismen durch Entwicklung verbesserter personalisierter Peptidimpfstoffe, Antikörper und zellulärer Therapien sowie deren rationale Kombination mit molekularen Therapien; iv) durch multiparametrische Bildgebung eine quantifizierbare Visualisierung funktioneller, molekularer und immunologischer Mechanismen von Tumoren zu erreichen.

Die örtliche und temporale Auflösung unserer Bildgebung, kombiniert mit tumor-spezifischen Bildgebungssonden, ermöglicht die Identifizierung von neuen therapeutischen Zielstrukturen und die bildgebungsgesteuerte Anwendung neuer Krebstherapien.

iFITs Erfolg trug dazu bei, dass sich die Universität Tübingen in einem kompetitiven Auswahlverfahren durchgesetzt hat und neuer Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) wurde, welches frühe klinische Studien fördert. Durch eine koordinierte Zusammenarbeit von iFIT und NCT ergeben sich einzigartige Möglichkeiten eines wertgenerierenden Ansatzes, neue iFIT-Therapeutika und -Diagnostika in frühklinischen Studien zu evaluieren. iFIT bietet ein dynamisches und reichhaltiges wissenschaftliches sowie ein diverses soziales Umfeld für Studierende, Forschende und klinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mittelfristig verspricht iFIT die Entwicklung neuer Krebstherapien und damit eine verbesserte Prognose für Krebspatienten.

Beteiligte Institutionen:

  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
  • NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
  • Robert-Bosch-Krankenhaus

Podcast zum Exzellenzcluster

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