In_equality
Die Politische Dimension von Ungleichheit
Soziale Ungleichheit gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Sie zeigt sich in ungleichen Vermögens- und Einkommensverteilungen, in unterschiedlichen Zugängen zu Bildung, Information und Rechten – und wird maßgeblich durch politische Entscheidungen geprägt. Der Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“ erforscht die Ursachen, Wahrnehmungen und Folgen von Ungleichheit aus einer interdisziplinären Perspektive, die Politikwissenschaft, Soziologie, Ökonomie und Linguistik vereint.
Im Zentrum steht die Frage, wie Wahrnehmungen von Ungleichheit (Perceptions), politische Beteiligung (Participation) und politische Entscheidungen (Policies) miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dabei zeigt sich, dass politische und gesellschaftliche Prozesse häufig selbstverstärkende Ungleichheiten hervorbringen.
Wir wollen wissen: wie lässt sich diese Dynamik in eine ungleichheitsmindernde Richtung transformieren? Im Forschungsbereich Perceptions gehen wir der Frage nach, wie Vorstellungen über die Ursachen von Ungleichheit – etwa ob sie als verdient oder ungerecht empfunden wird – Wahrnehmungen von Fairness prägen und Solidarität fördern oder hemmen. Der Bereich Participation untersucht, welche Rolle Ungleichheit beim weltweiten Wiederaufleben sozialer Bewegungen spielt und unter welchen Bedingungen sie zu Widerständen gegen Reformen führt, beispielsweise beim Klimaschutz oder sozialen Wandel. Im Forschungsbereich Policies wird analysiert, unter welchen politischen Bedingungen Akteure bereit sind, kurzfristige Vorteile zugunsten langfristiger Maßnahmen zur Verringerung von Ungleichheit aufzugeben.
Durch unsere Forschung vertiefen wir das Verständnis über die politischen Ursachen und Dynamiken sozialer Ungleichheit– und schaffen Wissen, das eine fundierte Grundlage für öffentliche Debatten und politische Entscheidungen bietet.
Podcast zum Exzellenzcluster
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