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Der Ozeanboden

(© MARUM − Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen)
Kegel
Exzellenzcluster

Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde

Der Oze­an­bo­den macht 71 Prozent der fes­ten Ober­flä­che der Erde aus und be­fin­det sich im Mit­tel 3.700 Me­ter un­ter dem Mee­res­spie­gel. Er ist schwer zu­gäng­lich und sei­ne Un­ter­su­chung er­for­dert Schiffs­ex­pe­di­tio­nen und den Ein­satz hoch­spe­zia­li­sier­ter Un­ter­was­ser­tech­no­lo­gi­en.

Auch wenn bis­her nur ein sehr ge­rin­ger Teil des ver­meint­lich pas­si­ven Oze­an­bo­dens er­forscht wer­den konn­te, ist be­reits si­cher, dass er eine wich­ti­ge, dy­na­mi­sche Schnitt­stel­le mit weit­rei­chen­den Funk­tio­nen für das ge­sam­te Erd­sys­tem bil­det. Am und im Oze­an­bo­den wech­sel­wir­ken geo­lo­gi­sche, phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und bio­lo­gi­sche Pro­zes­se und be­ein­flus­sen so das Kli­ma­sys­tem, den glo­ba­len Koh­len­stoff­kreis­lauf und die bio­lo­gi­sche Pro­duk­ti­vi­tät des Weltoze­ans. Noch wis­sen wir zu we­nig über die­se Pro­zes­se, um den Oze­an­boden in glo­ba­le Stoff­bi­lan­zen ein­be­zie­hen zu kön­nen.

Der Clus­ter setzt sich zum Ziel, ein neu­es Ka­pi­tel der Oze­an­bo­den­for­schung auf­zu­schla­gen und die Aus­tausch­pro­zes­se an die­ser be­deu­ten­den Grenz­flä­che und de­ren Rol­le im Erdsys­tem zu quan­ti­fi­zie­ren. Da­für gilt es

  • zu entschlüsseln, welche Prozesse den Transport von biogenen Partikeln zum Ozeanboden und deren Umwandlung unter sich verändernden Umweltbedingungen steuern,
  • den Transfer von Kohlenstoff und anderen Elementen zwischen Ozeanboden und Meerwasser zu bilanzieren,
  • zu verstehen, wie Ökosysteme am Ozeanboden auf Umweltveränderungen reagieren, und
  • aus den Klimaarchiven des Ozeanbodens mit Hilfe von Klimamodellen Szenarien für eine ›wärmere Welt‹ zu entwickeln.

Die­se wis­sen­schaft­li­chen Auf­ga­ben er­for­dern neu­ar­ti­ge Tech­no­lo­gi­en zur Be­ob­ach­tung und Be­pro­bung des Oze­an­bo­dens, hoch­emp­find­li­che ana­ly­ti­sche Me­tho­den und eine Er­wei­te­rung nu­me­ri­scher Mo­del­le. Auf­grund ih­rer wis­sen­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Kom­ple­xi­tät kön­nen die ge­nann­ten Zie­le nur durch ei­nen in­ter­dis­zi­pli­nä­ren For­schungs­verbund er­reicht wer­den.

Beteiligte Institutionen:

  • Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
  • Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
  • Jacobs University Bremen gGmbH
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) GmbH

Podcast zum Exzellenzcluster

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