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Africa Multiple

“Les Soeurs Doga”, ein Künstlerinnen-Duo aus Burkina Faso, vor dem Forschungszentrum Afrika, der Heimat des Exzellenzclusters Africa Multiple an der Universität Bayreuth
“Les Soeurs Doga”, ein Künstlerinnen-Duo aus Burkina Faso, vor dem Forschungszentrum Afrika, der Heimat des Exzellenzclusters Africa Multiple an der Universität Bayreuth (© Foto: Fabrica Lux)
Kegel
Exzellenzcluster

Africa Multiple: Reconfiguring African Studies

Aufbauend auf mehr als vierzigjähriger Erfahrung an der Universität Bayreuth in der afrikabezogenen Forschung hat sich der Exzellenzcluster Africa Multiple zum Ziel gesetzt, neue Antworten auf die theoretischen, methodischen und strukturellen Herausforderungen in den Afrikastudien zu entwickeln. Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat Africa Multiple innovative Ansätze und Formen der Forschungskooperation vorangetrieben, um die Afrikastudien sowohl konzeptionell als auch strukturell neu zu gestalten.

Der Cluster versteht sich als transformativer Raum, der die Erforschung afrikanischer und afrikanisch-diasporischer Lebensweisen und Weltgestaltung durch inter- und transdisziplinäre Spitzenforschung und Theoriebildung voranbringt. Seit 2019 hat Africa Multiple vier Cluster-Standorte an afrikanischen Institutionen aufgebaut (Rhodes University, Makhanda, Südafrika; Moi University Eldoret, Kenia; Joseph Ki-Zerbo University, Ouagadougou, Burkina Faso; University of Lagos, Nigeria) und damit Pionierarbeit beim Abbau von Machtungleichgewichten in der Wissensproduktion und -vermittlung in den Afrikastudien geleistet.

Die zweite Förderphase ist der Erweiterung der gemeinsamen Wissensproduktion und der Fortsetzung der Neugestaltung der Afrikastudien gewidmet, indem die zukünftige Forschung des Clusters in Forschungsbereichen organisiert wird, die sich auf synergetische Weise mit empirischen, analytischen und ethischen Dimensionen von Welt(en) und Weltgestaltung (world-making) auseinandersetzen. Wissenschaftler*innen von allen fünf Cluster-Standorten arbeiten in sechs neuen Forschungsbereichen zusammen: Akkumulation, Digitalitäten, Ökologien, Un/Sicherheiten, Erinnerung und Übersetzung. Der gemeinsame empirische und analytische Fokus auf world-making ermöglicht tiefergehende Erkundungen dessen, was „Welt“ aus der Sicht Afrikas und für Afrika bedeuten kann. Die Untersuchung der Frage, wie Welt(en) in relationalen Prozessen geschaffen und beseitigt werden, ermöglicht Einblicke in die Politik des world-making und hilft, die multiplen Welten zu verstehen, die Afrika und seine Diasporas mit konstituieren, und trägt so zu einer umfassenderen Neubestimmung der Welt aus afrikanischen Perspektiven bei.

Die Betonung von Intersektionalität und kritischen Diversitätsansätzen in der Forschung sowie die innovativen Kooperationsformate im Forschungsdatenmanagement und der Wissenschaftskommunikation bleiben ebenso integrale Bestandteile der Agenda des Clusters wie das internationale Fellowprogramm und die umfassenden Maßnahmen zur Nachwuchsförderung, insbesondere durch die Bayreuther International Graduate School of African Studies. Africa Multiple unterhält zudem ein Knowledge Lab, das den Kern der Clusterarbeit zu Theorie, Methoden und kritischer Reflexion der Wissensproduktion in den Afrikastudien bildet.

Beteiligte Institutionen:

  • Moi University
  • Rhodes University
  • Université Joseph KI-ZERBO
  • University of Lagos

Podcast zum Exzellenzcluster