RESIST
Abwehrschwächen gegenüber Infektionen und ihre Kontrolle
RESIST entwickelt individuelle Strategien gegen Infektionen
Warum sind manche Menschen anfälliger für Infektionskrankheiten als andere? Wie schaffen Viren und Bakterien es, Krankheiten auszulösen? Diesen und weiteren Fragen geht RESIST nach. Um Antworten zu finden, untersucht das Forschungsteam einerseits die viralen und bakteriellen Krankheitserreger und andererseits das Immunsystem und die Gene des Menschen. Insbesondere geht es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei darum, wie die Erreger und das Immunsystem miteinander interagieren.
Das Ziel von RESIST ist es, dass medizinische Behandlungen individueller auf den einzelnen Menschen abgestimmt werden können, um Infektionen künftig häufiger verhindern, genauer diagnostizieren und wirksamer behandeln zu können. Besonders relevant sind diese Infektionen auch im Zusammenhang mit modernen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten wie der Versorgung von sehr unreifen Frühgeborenen oder von Organtransplantierten. Das Spektrum der Krankheitserreger, die von RESIST erforscht werden, umfasst unter anderem Hepatitis- und Herpes-Viren sowie Bakterien wie Staphylococcus aureus.
Die RESIST-Projekte widmen sich unter anderem der Frage, wie der Körper die Vermehrung von Viren unterstützt oder hemmt. Hierfür werden Multiomics-Analysen eingesetzt, bei denen verschiedene „Omics“-Daten kombiniert werden – etwa Genom und Proteom. Darüber hinaus eruieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Faktoren, die schwere bakterielle Infektionen begünstigen, sowie die Dynamik innerhalb mikrobieller Gemeinschaften. Des Weiteren setzen die Forschenden auch moderne Modelle ein, die menschliche Organe nachahmen. Mit diesen sogenannten Organoiden suchen sie nach wichtigen molekularen „Schaltern“ im menschlichen Körper, die den Lebenszyklus von Viren steuern.
Die RESIST-Forschung ist dabei besonders patientennah: Es stehen gut charakterisierte Kohorten mit Daten von Patientinnen, Patienten und freiwilligen Gesunden zur Verfügung. Die interdisziplinären Teammitglieder stammen sowohl aus der Klinik als auch aus der Grundlagenforschung und den Computerwissenschaften. Die Zusammenarbeit mit klinischen und translationalen Zentren – darunter auch die Deutschen Zentren für Infektions- und Lungenforschung – sorgt dafür, dass neu gewonnene Erkenntnisse schnell in die klinische Praxis überführt werden können. Denn bei allen RESIST-Projekten stehen stets die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt.
Beteiligte Institutionen:
- Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
- TWINCORE Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung GmbH
- Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB)
Podcast zum Exzellenzcluster
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