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TransforM

Roboteraufnahmen mit dem Roboter
(© TransforM / Uli Benz)
Kegel
Exzellenzcluster

TransforM: Münchner Zentrum für Transformative Technologien und gesellschaftlichen Wandel

Gesellschaften verändern sich weltweit rapide. Technologie spielt dabei eine zentrale und zugleich am-bivalente Rolle, wie aktuelle Debatten über künstliche Intelligenz, Neurotechnologien und autonome Systeme zeigen. Trotz dieser Schlüsselrolle bleibt Technologie im Portfolio der Sozialwissenschaften oft randständig und wird in einschlägigen Theorien selten als expliziter oder wesentlicher Faktor behandelt. Gerechtigkeits- und Demokratietheorien beispielsweise behandeln ihre Kernfragen oft getrennt von Technologie und Innovation. Gleichzeitig spielen die Sozialwissenschaften in der Technikentwicklung oft eine nachgeordnete Rolle. Diese Diskrepanz verhindert, dass wir komplexen globalen Herausforderun-gen, dem wachsenden Misstrauen gegenüber Technologie und der transformativen Wirkmacht neuer Technologien adäquat begegnen.

TransforM stellt sich der doppelten Herausforderung, die sozialwissenschaftlichen Grundlagen für hoch-technisierte Gesellschaften weiterzudenken und gleichzeitig Technikentwicklung konsequent mit einem sozialwissenschaftlichen Blick zu verbinden. Als interdisziplinärer sozialwissenschaftlicher Cluster mit Schwerpunkt Technologie wollen wir neue Theorien und Methoden entwickeln, um transformative Technologiepfade umfassender zu analysieren und mitzugestalten, so dass sie vielfältige gesellschaftli-che Bedürfnisse besser adressieren. Dafür brauchen wir ein tieferes Verständnis, warum, wann und wie Technologien gesellschaftlich transformativ werden – von frühen Phasen der Emergenz bis hin zu brei-ten sozio-ökonomischen Auswirkungen.

TransforM besitzt drei Alleinstellungsmerkmale für zukunftsweisende Grundlagenforschung. Erstens schafft TransforM eine einmalige kritische Masse und Vielfalt an sozialwissenschaftlichem Fachwissen mit explizitem Technologie-Fokus, um neue konzeptionelle Fragen disziplinübergreifend zu beantwor-ten. Damit können wir z.B. Theorien zu unternehmerischen Opportunitäten systematisch mit Theorien globaler Gerechtigkeit und neuen Governance-Ansätzen verbinden. Zweitens fördern wir ko-kreatives Arbeiten zwischen den Sozial- und Technikwissenschaften durch einen einzigartigen Tandem-Ansatz. Dieser Ansatz generiert sozialwissenschaftliche Fragen und Theorien aus aktuellen Technikentwicklun-gen und lässt unsere Erkenntnisse umgekehrt in die Technologiegestaltung einfließen. Drittens nutzt TransforM innovative Instrumente zur Antizipation und öffentlichen Beteiligung, um als Labor für ein-gebettete und Echtzeit-Forschung den Cluster kontinuierlich im Austausch mit aktuellen Debatten in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu halten.

Als Teil von Europas stärkstem Innovationsökosystem in München kann TransforM eine globale Reich-weite entfalten. Wir verfolgen die Vision, TransforM als führenden Forschungscluster für transformati-ve Technologien und gesellschaftlichen Wandel zu etablieren und dadurch Menschen, Organisationen und Gesellschaften bei verantwortungsvoller und nachhaltiger Innovation zu unterstützen.

Beteiligte Institutionen:

  • Hochschule für Politik München (HfP)
  • ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
  • Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
  • ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH