GreenRobust
GreenRobust: Robustheit pflanzlicher Systeme von Molekülen bis zu Ökosystemen
Der Exzellenzcluster GreenRobust bündelt die wissenschaftliche Expertise der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Hohenheim in einem ehrgeizigen Forschungsprogramm mit dem Ziel, Prinzipien der Robustheit pflanzlichen Lebens aufzuklären. Dieses Programm ist entlang dreier Forschungsachsen strukturiert: (A) klimatische und biotische Störungen, (B) Ebenen der biologischen Organization, von Molekülen bis zu Populationen, und (C) Diversität innerhalb einer ausgewählten Gruppe von Arten aus drei Pflanzenfamilien mit ökologischer und landwirtschaftlicher Bedeutung sowie einer Vergleichsgruppe sessiler, nicht-pflanzlicher Vielzeller. Gemeinsame Forschungsprojekte, die diese drei Achsen verbinden, werden von zwei zentralen Strukturen unterstützt, dem Plant Perturbation Atlas (PPA) und dem Central Data Hub (CDH). Der PPA stellt einen umfassenden Datensatz zu den mehrstufigen Reaktionen von Pflanzen auf Störungen und zu ihrer Robustheit dar, während der CDH die Qualität und Integrierbarkeit der im Cluster erzeugten Daten sicherstellt. Die Analyse dieser Daten unter Nutzung von kausaler Inferenz, Netzwerktheorie und künstlicher Intelligenz wird es GreenRobust ermöglichen, quantitative Modelle zu entwickeln und zu testen, die Mechanismen pflanzlicher Robustheit beschreiben.
Darauf aufbauend wird GreenRobust gewonnene Erkenntnisse durch anwendungsorientierte Emerging Translational Projects (ETPs) in Zusammenarbeit mit nichtakademischen Partnern und dem GreenRobust College, das die Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt, weitergeben. NachwuchswissenschaftlerInnen werden durch das Karriereprogramm RobustTracks unterstützt und drei neue Professuren und drei Juniorprofessuren werden bestehende akademische Strukturen in Forschung und Lehre vorantreiben.
GreenRobust bildet damit ein Zentrum von wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftli¬cher Relevanz, das i) die einzigartige wissenschaftliche Expertise im Raum Tübingen-Heidelberg-Hohenheim nutzt; ii) ein umfassendes Verständnis der Robustheit von Pflanzen entlang dreier Forschungsachsen vermittelt; iii) Strategien für das nachhaltige Management von Pflanzen in natürlichen und landwirtschaftlichen Ökosystemen liefert; iv) die akademische Infrastruktur und die Öffentlichkeitsarbeit fördert; und v) die nächste Generation systemorientierter PflanzenwissenschaftlerInnen ausbildet.
Beteiligte Institution:
- Max-Planck-Institut für Biologie